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1860 München lädt zur Mitgliederversammlung

München (dpa/lby) – Die «Löwen» müssen reden. Erstmals nach dem Sturz aus dem Profifußball lädt der TSV 1860 München am Sonntag (10.00 Uhr) wieder zu einer Mitgliederversammlung. Auf der Tagesordnung steht zum Beispiel die Wahl des Vereinspräsidenten. Hier will sich für die verbleibende Amtszeit bis 2019 Interimspräsident Robert Reisinger offiziell bestätigen lassen. Reisinger hatte den Posten nach dem Abstieg vom zurückgetretenen Peter Cassalette übernommen und sich danach mit deutlicher Kritik an Investor Hasan Ismaik positioniert. Auf der Tagesordnung steht zudem auch das Votum für die Ersatzmitglieder des Verwaltungsrates.

Mit einem optimalen Start in die Regionalliga haben Trainer Daniel Bierofka und seine Mannschaft für sportliche Erleichterung gesorgt, doch der Dauerdisput mit Ismaik wird bei der Versammlung sicher das große Gesprächsthema werden. Der Investor aus Jordanien hatte nach der gescheiterten Relegation gegen Jahn Regensburg aus der 2. Bundesliga eine Geldspritze in Millionenhöhe verweigerte. Daraufhin stürzte der Traditionsverein in die vierte Liga ab.

Ursprünglich war die Versammlung für den 2. Juli angesetzt gewesen. Die «Löwen» sagten sie jedoch überraschend ab, weil die Funktionäre den Mitgliedern «eine klare und für alle nachvollziehbare Zukunftsstrategie für den Verein präsentieren und sich für diese ein starkes Votum der Versammlung einholen» wollten. Zum damaligen Zeitpunkt war die 1860-Geschäftsführung noch in Verhandlungen, um die finanzielle Zukunft des Vereins zu sichern.

Dies ist erstmal geschafft. Sportlich sieht es für die Mannschaft von Bierofka in der vierten Liga sogar verheißungsvoll aus. Die «Löwen» feierten am Freitagabend mit 3:1 gegen Wacker Burghausen eine starke Rückkehr ins Grünwalder Stadion und haben nach zwei Spieltagen die optimale Ausbeute von sechs Punkten auf ihrem Konto.