Abschiebung der „halben Familie“: Rechtsanwalt kritisiert „Nacht- und Nebelaktion“ der Regierung

Nach der Abschiebung des 13-jährigen Mädchens und seiner Mutter aus Kulmbach nach Aserbaidschan hat sich jetzt deren Anwalt zu Wort gemeldet. Michael Fischer aus Bayreuth kritisiert die Vorgehensweise der Regierung von Oberfranken. Die Abschiebung der halben Familie in einer so wörtlich „Nacht- und Nebelaktion“ sei nicht gerechtfertigt. Der Anwalt bemängelt auch den Verbleib des 7-jährigen Sohnes bei dem Vater in Kulmbach, der aber gar nicht sorgeberechtigt ist, und fordert von der Regierung von Oberfranken eine Erklärung.

Die Familie aus Aserbaidschan hat seit acht Jahren in Deutschland gelebt, der Sohn sei sogar hier geboren.
Dienstag Nacht war die Mutter und die 13-jährige Tochter überraschend aus Kulmbach abgeschoben worden. Der Sohn ist beim getrennt lebenden Vater geblieben.