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Anastacia im Einsatz für kranke Kinder

Ulm/Neu-Ulm (dpa) – US-Popsängerin Anastacia hat am Samstag vor ihrem Auftritt bei der diesjährigen «CharityNight» für Furore gesorgt. Die 49-Jährige bestieg in Ulm mühelos die erste Aussichtsplattform des höchsten Kirchturms der Welt. Anschließend gab es großen Applaus für ihren Auftritt bei der «CharityNight» des Senders Radio7 für hilfebedürftige Kinder in Ulms bayerischer Schwesterstadt Neu-Ulm.

«Ich habe zwei Mal den Krebs besiegt, nun bin auch noch auf das Ulmer Münster geklettert», sagte die Sängerin. «Von hier oben kann ich ja fast die Erdkrümmung erkennen», scherzte die US-Amerikanerin («I’m Outta Love», «Paid My Dues»), die beim Turmaufstieg auch von ihrer drei Jahre älteren Schwester Shawn begleitet wurde. Der Münsterturm ist 161,53 Meter hoch, die erste Aussichtsplattform liegt auf rund 70 Metern Höhe. «Da habe ich meine Stilettos lieber zu Hause gelassen und Sportschuhe angezogen», sagte Anastacia.  

Wie alle an der «CharityNight» beteiligten Künstler – unter ihnen die Sänger Laith Al-Deen aus Mannheim und Marlon Roudette, Max Raabe sowie das Musik- und Comedy-Duo Die Lochis – verzichtete die Amerikanerin auf ihre Gage. Mit dem Erlös werden im Rahmen der Aktion «Drachenkinder» kranke, behinderte sowie traumatisierte Kinder und Jugendliche und deren Familien im Sendegebiet von Radio7 in Schwaben unterstützt. Ergebnis der diesjährigen «CharityNight»: 152 700 Euro. Insgesamt konnten mit der «Drachenkinder»-Aktion von Radio 7 seit 2005 bislang 1300 Hilfeprojekte mit mehr als fünf Millionen Euro unterstützt werden. Neue Schirmherrin der Aktion ist Baden-Württembergs First Lady Gerline Kretschmann, wie der Sender am Samstag bekanntgab. 

«Songs zu schreiben und damit aufzutreten, war mir nie genug», sagte Anastacia vor ihrem Auftritt der Deutschen Presse-Agentur. «Ich möchte eine Botschaft verbreiten, die aus dem Herzen kommt, damit Menschen sich besser fühlen», sagte die Sängerin, die zwei Mal an Brustkrebs erkrankt war und es dennoch schafft, ihre Weltkarriere fortzusetzen. «Ich weiß, was Behinderungen und Krankheiten bedeuten und wie wichtig Nächstenliebe und Menschlichkeit sind.»