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Augsburg will mit Sieg gegen Hamburg starten

Augsburg (dpa/lby) – Neues Jahr, alte Ausbeute. Der FC Augsburg möchte mit einem Sieg zum Rückrundenstart gleich an die Erfolge der Hinserie anknüpfen. «Wenn wir mit drei Punkten starten würden, wäre das ein großer Schritt», sagte FCA-Offensivkraft Michael Gregroritsch vor der Partie gegen seinen ehemaligen Club Hamburger SV. Wieder 24 Punkte oder mehr, seien das Ziel. «Es wäre einfach schön, wenn wir so wie in der Hinrunde wieder eine sehr kompakte und sehr konstante Runde spielen», sagte der Österreicher.

Als Tabellenneunter der Bundesliga empfangen die Schwaben am Samstag (15.30 Uhr) den Vorletzten. Nicht dabei ist Augsburgs Torjäger Nummer 1, Alfred Finnbogason. Der isländische Fußball-Nationalstürmer muss wegen Achillessehnenproblemen und einer Erkältung passen. Es gebe mehrere Optionen den Ausfall des elfmaligen Saisontorschützen aufzufangen, erklärte Augsburgs Trainer Manuel Baum.

Der 23-jährige Gregoritsch könnte gegen den früheren Verein nach vorne rücken. Der Venezolaner Sergio Córdova hofft dagegen auf seine Chance in der Spitze. Dong-Won Ji und Marco Richter nannte Baum als weitere Alternativen für den Part in der Offensive. «Aber die stabile Defensive ist das Allerwichtigste», betonte der 38 Jahre alte Fußballlehrer. Diese Stabilität war seinem Team am Ende der kräftezehrenden Hinrunde abhanden gekommen. Gegen Schalke (2:3) und beim turbulenten 3:3 gegen Freiburg gab es jeweils drei Gegentreffer.

«Wenn wir meinen, wir definieren uns nur über die Offensive, werden wir Probleme bekommen», mahnte Baum, der in der Vorbereitung bewusst auf ein Testspiel verzichtete. In der kurzen Einstimmung auf die Rückserie wurde fokussiert an taktischen Details gearbeitet. «Ein Spiel ist natürlich immer etwas anderes als Training», sagte Innenverteidiger Jeffrey Gouweleeuw mit Blick auf die HSV-Aufgabe. «Ich habe das Gefühl, dass wir bereit sind.»

Das ist auch Gregoritsch, für den die Partie «sicher» etwas Besonderes ist. «Es ist mein Ex-Verein», sagte der Österreicher, der nach zwei Hamburg-Spielzeiten auch noch Kontakt in den Norden hat. Torhüter Christian Mathenia, der sich mit Julian Pollersbeck einen harten Kampf um den Platz im HSV-Tor lieferte, etwa ist ein Freund von Gregoritsch.

Mit 0:1 verloren die Schwaben im August in Hamburg. Damals verletzte sich Torschütze Nicolai Müller beim Jubeln und fällt seitdem wegen eines Kreuzbandrisses aus. «Wir haben etwas gutzumachen aus dem Hinspiel», sagte der 23-jährige Gregoritsch, der zusammen mit Finnbogason mehr Treffer (19) als der gesamte HSV erzielte (15).

Dabei sind die Hanseaten eigentlich ein Lieblingsgegner der Augsburger. Nur gegen Werder feierte Augsburg mehr Siege (acht) als gegen den HSV (sieben). «Es wäre schon gut, wenn wir mit einem Sieg reinstarten, weil es für die nächsten Spiele gleich mal den Druck ein bisschen rausnimmt», sagte Gregoritsch.