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Neuer Städtetagschef Gribl für mehr Videoüberwachung

Augsburg (dpa/lby) – Der neue bayerische Städtetagschef Kurt Gribl hat sich für mehr Videoüberwachung in den Innenstädten ausgesprochen. «Ich kann es nicht verstehen, dass die Polizei, wenn es Probleme gibt, auf private Handyvideos zurückgreifen muss», sagte der CSU-Politiker der «Augsburger Allgemeinen» (Donnerstag). Kameras würden aber nicht überall gebraucht, sondern nur an schwierigen Plätzen.

Es dürfe in den Städten keine Ghettos geben, forderte der Augsburger Oberbürgermeister. Anlaufstellen müssten für soziale Ausgewogenheit sorgen. Gribl sprach sich bei konfliktträchtigen Gruppen auf öffentlichen Plätzen für eine Mischung aus Streetwork und «Law and Order» aus. «Die Leute nur zu verjagen, hilft nichts.»

Der Augsburger Oberbürgermeister war am Mittwoch in Rosenheim zum neuen Vorsitzenden des Städtetages gewählt worden. Er hat den Posten von dem Nürnberger Rathauschef Ulrich Maly (SPD) übernommen.