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Ausstellung «Ritter, Bauern, Lutheraner»: positive Bilanz

Coburg (dpa) – Das Haus der Bayerischen Geschichte verbucht die Landesausstellung «Ritter, Bauern, Lutheraner» in Coburg als großen Erfolg. Man sei mit der Resonanz sehr zufrieden, teilte das Haus am letzten Tag der Schau am Sonntag mit.

Einer Prognose von Sonntagabend zufolge hatten sich seit Anfang Mai rund 373 500 Besucher die Ausstellung in der Morizkirche sowie in der Veste in Coburg angesehen und so großes Interesse an der Zeit der Reformation und den Umbrüchen im 16. Jahrhundert in Bayern gezeigt.

«Unsere besondere Strategie, die Lebenswelt um 1500 am authentischen Ort mit dem Fokus auf Süddeutschland zu präsentieren, ist aufgegangen. Wir haben deutlich machen können, dass die Reformation ohne die Innovationsregion Bayern nicht denkbar gewesen wäre», hatte der Direktor des Hauses, Richard Loibl, wenige Tage vor dem Ende der Ausstellung gesagt.

Hauptschauplatz der diesjährigen Landesausstellung war die Veste Coburg – sie gilt als authentischer Ort der Reformationsgeschichte, weil hier Martin Luther (1483-1546) im Jahr 1530 mehr als fünf Monate gelebt hatte. Zudem gehörte die Morizkirche in der Innenstadt zur Landesausstellung, in ihr predigte Luther. Diese Originalschauplätze stünden sinnbildlich für die Bewegtheit der Zeit, hieß es bei den Veranstaltern, zu denen neben dem Haus der Bayerischen Geschichte noch die Coburger Landesstiftung und die Stadt Coburg gehörten.

Die Landesausstellung galt als zentraler Beitrag des Freistaats zum Reformationsjubiläum, das an die Veröffentlichung von Luthers Thesen vor 500 Jahren erinnerte.

2018 organisiert das Haus der Bayerischen Geschichte die Landesausstellung im oberbayerischen Kloster Ettal – mit dem Titel «Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern». Die Landesausstellung im Vorjahr zum «Bier in Bayern» hatte 230 000 Besucher angezogen.