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Metall- und Elektroindustrie weiter im Aufschwung

München (dpa/lby) – Vor der zweiten Tarifrunde in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie präsentiert sich die Branche in glänzender Verfassung. Die wirtschaftliche Lage sei erfreulich, die Signale deuteten auf einen stabilen Aufschwung hin, teilten ihre Arbeitgeberverbände am Dienstag in München mit.

Die Produktion in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie sei im dritten Quartal um 4,5 Prozent höher gewesen als vor einem Jahr. Die Auftragseingänge seien gegenüber dem Vorquartal um 3,0 Prozent gestiegen. Der Trend der Auftragseingänge zeige aufwärts.

Verbandshauptgeschäftsführer Bertram Brossardt sagte, die Unternehmen müssten jetzt vor allem in die Digitalisierung investieren. «Die Forderungen der IG Metall sind in der Höhe unvernünftig und verschärfen durch Arbeitszeitverkürzungen den Fachkräftemangel.» Die IG Metall fordert für die 840 000 Beschäftigen der Branche im Freistaat sechs Prozent mehr Lohn und das Recht auf eine Arbeitszeitverkürzung auf bis zu 28 Stunden pro Woche.

Der bayerische IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler sagte am Dienstag: «Gerade bei steigendem Fachkräftebedarf müssen die Unternehmen den Beschäftigten etwas bieten, zum Beispiel attraktive Arbeitszeitregelungen.» Die zweite Tarifverhandlungsrunde ist für 6. Dezember in München geplant. Der bisherige Tarifvertrag läuft zum Jahresende aus, Warnstreiks sind ab Januar möglich.