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Bayerns Vorsprung bei Holzenergie schrumpft

Tegernsee (dpa/lby) – In Bayern gibt es bundesweit die meisten Heizungen mit Holzpellets, aber der Vorsprung schrumpft. Das geht aus aktuellen Zahlen des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes (DEPV) hervor. Der Verband zeichnet an diesem Mittwoch im katholischen Pfarramt in Tegernsee die 150 000ste Holzenergieheizung in Bayern aus.

«Gut ein Drittel aller Pellet-Heizungen stehen im Freistaat, wo sie 2017 erstmals eine Million Tonnen Kohlendioxid eingespart haben», teilte der DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele mit. Der Anteil gehe aber im Vergleich zu den anderen Bundesländern immer mehr zurück. Im vergangenen Jahr seien nur noch 28 Prozent der neuen Anlagen in Bayern installiert worden. 2001 waren es noch 55 Prozent.

«Baden-Württemberg hat deutlich aufgeholt», sagte Bentele. «Im Gegensatz zum Freistaat – wo Ölheizungen noch gefördert werden – verpflichtet man dort auch die Verbraucher, beim Heizungstausch auf erneuerbare Energien zu setzen.»

Mit bis zu 25 Anlagen pro 1000 Einwohner sind die Regionen Deggendorf, Oberallgäu und Tirschenreuth führend in Bayern. In den Großräumen München und Nürnberg sowie zahlreichen kreisfreien Städten liegt die Zahl der Pellet-Heizungen bei unter 5 Anlagen pro 1000 Menschen.