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Bundesamt findet zu viel Nickel im Kinderspielzeug

Berlin (dpa) – Metallspielzeug in Deutschland enthält noch immer zu häufig Nickel. Der zulässige Grenzwert für den Allergie auslösenden Stoff wurde im vergangenen Jahr bei 21 Prozent der untersuchten Stichproben überschritten.

Das geht aus dem Jahresbericht des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hervor, den die Behörde heute in Berlin vorgestellt hat. Bei einem einzelnen Metallbaukasten habe der Nickelanteil sogar um mehr als das 200-fache über dem Grenzwert gelegen.

Nickel kann allergische Reaktionen auslösen und bei empfindlichen Menschen zu Juckreiz und Hautrötungen führen. Davon sind nach Angaben des Bundesamts etwa zehn Prozent aller Kinder betroffen. «Die Hersteller von Metallspielzeug müssen endlich wirksame Maßnahmen zur Reduzierung des Nickelgehalts in ihren Produkten ergreifen», mahnte der zuständige BVL-Abteilungsleiter Gerd Fricke.

Schon vier Jahre zuvor hatte seine Behörde bei der Überprüfung von Metallspielzeug einen ähnlich hohen Anteil von Grenzwert-Überschreitungen ermittelt.