Bessere Böden durch neue Pflanze: die Durchwachsene Silphie wird in Oberfranken getestet

Das ist was neues für die Landwirte in Oberfranken. Die Becherpflanzen soll den Mais ablösen, was den Anbau für Biogasanlagen betrifft. Auf 100 Hektar Fläche in Oberfranken wird die neue Pflanze mit dem botanischen Namen Durchwachsende Silphie laut Nordbayerischer Kurier getestet. Zum Teil ist sie schon angebaut, nächstes Jahr wird der Anbau ausgeweitet. Bisher sind die Landwirte sehr interessiert, heißt es von der Regierung von Oberfranken.

Der Vorteil der neuen Pflanze, sie schützt das Trinkwasser vor zu viel Nitrat, holt sogar zu viel Dünger aus dem Boden, bremst die Bodenerosion und verbessert den Humusgehalt in der Erde. Der Nachteil, sie bringt nicht ganz den Energieertrag von Mais, nur etwa 85 Prozent. Pedro Gerstenberger, Wissenschaftler am Lehrstuhl für Pflanzenökologie an der Uni Bayreuth ist überzeugt, die Pflanze könne man in Oberfranken gut anbauen und sie mache wenig Arbeit. Nach der Ernte treibt sie im neuen Jahr von alleine wieder aus, es braucht keinen Chemieeinsatz und für Insekten ist sie in der dreimonatigen Blütezeit gutes Futter – vor allem für Bienen.