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Betriebsrat sieht VW-Börsenpläne positiv für MAN-Mitarbeiter

Wolfsburg/München (dpa/lby) – Der VW-Konzern verlagert den Hauptsitz seiner Lastwagensparte von Braunschweig nach München, wo auch das größte MAN-Werk ist. VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch sagte am Freitag in Wolfsburg, die Sparte solle in eine europäische Aktiengesellschaft (SE) umgewandelt werden – VW wolle aber auch bei einem Börsengang die Kontrolle behalten. Die MAN-Beschäftigten müssen die Börsenpläne nach Einschätzung des Betriebsrats nicht fürchten.

VW-Gesamtbetriebsratschef Bernd Osterloh sagte, die Umwandlung der Lastwagensparte mit den MAN-Nutzfahrzeugen und Scania in eine Aktiengesellschaft könne Geld für Wachstum in die Kasse bringen und ermögliche «eine langfristige Sicherung der Arbeitsplätze». Der zuständige VW-Konzernvorstand Andreas Renschler teile die Meinung, dass die Lastwagensparte «nicht nur wirtschaftlich, sondern auch bei den Rechten der Arbeitnehmer von Scania und MAN in der ersten Liga spielt». Es werde «eine Win-Win-Situation für die Beschäftigten und die Unternehmen geschaffen», sagte Osterloh.

MAN beschäftigt rund 31 000 Mitarbeiter in Deutschland – ein Drittel davon bei MAN Truck & Bus in München.