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CSU-Bürgermeister Schmid kandidiert für den Landtag

München (dpa/lby) – Münchens zweiter Bürgermeister Josef Schmid will im kommenden Jahr für den bayerischen Landtag kandidieren. Das gab der CSU-Politiker am Mittwoch auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz bekannt. Seine Ämter als Bürgermeister und Wirtschaftsreferent will er bis zur Wahl im Herbst 2018 aber weiter ausüben. Sollte er nicht in den Landtag gewählt werden, werde er ganz regulär bis 2020 im Amt sein. Bei der Kommunalwahl 2020 werde er aber so oder so nicht mehr als Oberbürgermeister-Kandidat antreten, erklärte der 48-Jährige.

Schmid begründete seine Entscheidung damit, noch einmal etwas Neues machen zu wollen. «Ich kam in den letzten Monaten und Wochen zu der Erkenntnis, dass ich jetzt – mit 48 Jahren – noch einmal ein neues Kapitel in meinem politischen Leben aufschlagen will», schrieb Schmid am Mittwoch auch in einer Rundmail an die Münchner CSU. Die Partei habe nun ausreichend Zeit, um sich für 2020 optimal neu aufzustellen. Schmid tritt im Münchner Westen als Direktkandidat an, und damit als Nachfolger des langjährigen Landtagsabgeordneten Otmar Bernhard.

Kritik übte Schmid an CSU-Chef und Ministerpräsident Horst Seehofer: Die Münchner CSU sei in den vergangenen Jahren einen positiven Weg gegangen – «obwohl uns der CSU-Parteivorsitzende Horst Seehofer keine Unterstützung war», heißt es in Schmids Mail an die Münchner CSU.

Schmid war bei der vergangenen Kommunalwahl gegen den jetzigen Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) unterlegen. Die CSU wurde bei der Stadtratswahl allerdings stärkste Partei im Münchner Rathaus.