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CSU-Vizechefin: Partei sollte Seehofer den Rücken stärken

München (dpa) – CSU-Vizechefin Angelika Niebler hat ihre Partei aufgerufen, die Personaldebatte um Parteichef Horst Seehofer ruhen zu lassen. «Wichtig ist, jetzt Horst Seehofer den Rücken zu stärken», sagte sie im Interview der «Welt». Die ständigen Interventionen seien schädlich, sagte die EU-Abgeordnete. «Sie schaden der CSU, weil wir als eine Partei wahrgenommen werden, die sich vor allem mit sich selbst beschäftigt.» Es sei wenig hilfreich, wenn «fast jeden zweiten Tag eine neue Wortmeldung öffentlich gemacht wird, die sich gegen den Parteivorsitzenden richtet.»

Das Ergebnis bei der Bundestagswahl habe man gemeinsam zu verantworten. «Es ist billig, jetzt einen einzigen Schuldigen dafür zu suchen», sagte Niebler.

Allerdings nannte sie auf mehrfache Nachfrage in dem Interview selbst Namen für die potenzielle Seehofer-Nachfolge. Als Alternative würden ihr etwa «neben Markus Söder beispielsweise Manfred Weber, Joachim Herrmann und Ilse Aigner» einfallen – «um nur einige Namen zu nennen».