Digital ausgestattete Praxisassistentinnen: Pilotprojekt „E-Nurse“ startet in Oberfranken

Vielleicht kommt anstelle des Hausarztes schon bald eine sogenannte „ENurse“ zu Ihnen zum Hausbesuch. So will es das bayerische Gesundheitsministerium, das hier in Oberfranken ein Pilotprojekt angestoßen hat. ENurses sind speziell ausgebildete Praxisassistentinnen, die zum Beispiel die Wundversorgung übernehmen, den Gesundheitszustand von Patienten überprüfen oder ob er seine Medikamente regelmäßig nimmt. Soviel zur „Nurse“ – nun kommt aber noch das „E“ dazu. Die ENurses sind digital ausgestattet, können direkt vom Patienten weg die aktuellen Daten an den behandelnden Arzt übermitteln, Fachärzte mit Infos versorgen oder auch vor Ort Videokonferenzen abhalten, wenn es um eine komplexe Behandlung geht. Gesundheitsministerin Melanie Huml ist überzeugt – die ENurse ist ein zukunftsweisendes Projekt, das die medizinische Versorgung auf dem Land verbessern wird. Das Ministerium hat deshalb rund 192.000 Euro zur Verfügung gestellt.