Ermittler setzen Spurensicherung am gefundenen Skelett fort

Gräfendorf (dpa/lby) – Zwei Tage nach dem grausigen Fund eines verwitterten Skelettes in einem Waldstück bei Gräfendorf (Landkreis Main-Spessart) haben die Ermittler die Spurensicherung fortgesetzt. «Die Leiche ist noch nicht abtransportiert worden. Das wird möglicherweise auch noch einige Tage dauern», sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen. Die besondere Auffindesituation des Körpers erschwere von den räumlichen Bedingungen her die Spurensicherung. Zwei Männer hatten auf der Suche nach neuen Verstecken für das Geocaching, eine elektronische Schnitzeljagd, das Skelett in einer etwa ein Meter breiten Betonröhre gefunden.

Der Körper soll nach dem Abtransport von Rechtsmedizinern in Würzburg untersucht werden. Mit schnellen Ergebnissen rechnen die Ermittler nicht. «Das ist keine normale Obduktion. Das wird schon ein wenig länger dauern», sagte eine Polizeisprecherin dazu.

Die Identität des Leichnams und die Todesursache sind noch unklar. Ein Gewaltverbrechen konnte die Polizei nicht ausschließen. Der Körper hatte den Angaben zufolge mehrere Jahre in der Röhre unterhalb einer nie fertiggestellten Autobahn aus dem Zweiten Weltkrieg gelegen.