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Hochwasser in Bayern: Donauschwimmen fällt eventuell aus

Neuburg/Donau (dpa/lby) – Wegen des Hochwassers an der Donau wird an diesem Wochenende eventuell das traditionelle Donauschwimmen in Neuburg im wahrsten Sinn ins Wasser fallen. Wie ein Sprecher der Veranstalter berichtete, wird der Vorstand der Neuburger Wasserwacht am Dienstagabend über eine mögliche Absage beraten. In Neuburg stieg der Wasserstand am Dienstag bis knapp vor die Hochwassermeldestufe 3, wobei 4 die höchste Stufe ist. Nach der Prognose wurde mit einem weiteren Ansteigen des Pegelstandes gerechnet.

Bei Hochwasser ist das Schwimmen in dem Fluss riskant, weswegen mit einer Absage der Brauchtumsveranstaltung gerechnet wurde. Das Donauschwimmen sollte an diesem Samstag (27. Januar) zum 49. Mal in der oberbayerischen Kreisstadt stattfinden. Traditionell stürzen sich dabei bei winterlicher Kälte mehr als 2000 Unerschrockene in die Fluten der Donau.

Wegen der Schneefälle der vergangenen Tage und dem bereits kurz darauf einsetzenden Tauwetter kam es auch in anderen Landesteilen Bayerns zu Überschwemmungen. Wie das Landesamt für Umwelt in Augsburg am Dienstag berichtete, sind die Pegelstände an einigen Flüssen auf die Meldestufen 1 und 2 gestiegen. Im Südwesten Bayerns und nördlich der Donau gebe es «vereinzelt kleinere Ausuferungen und Überflutungen landwirtschaftlicher Flächen».

Auch an der Donau selbst würden die Wasserstände noch weiter steigen. Bis Mittwoch könnten auch zwischen Regensburg und Passau die Meldestufen 1 und 2 überschritten werden. Im niederbayerischen Kelheim wurde sogar mit Meldestufe 3 gerechnet. Dort kann es dann auch zu Überschwemmungen in Baugebieten kommen.