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Explosion und Brand bei Schaeffler: Mindestens 13 Verletzte

Eltmann (dpa/lby) – Bei einer Explosion in einer Fabrik des Autozulieferers Schaeffler in Unterfranken sind nach Polizeiangaben mindestens 13 Menschen verletzt worden. Vier davon seien am Montag schwer verletzt in eine Klinik geflogen worden, sagte ein Polizeisprecher vor dem Werk in Eltmann (Landkreis Haßberge). Ein Sprecher von Schaeffler sprach sogar von 20 Verletzten, sieben von ihnen mussten demzufolge in Kliniken behandelt werden.

Die Explosion hatte sich laut Polizei am Vormittag in einer Salzreinigungsanlage ereignet. Kurz nach der Explosion sei es zudem zu einem kleinen Feuer gekommen. Die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk waren mit einem Großaufgebot in Eltmann. Die Polizei sprach von rund 120 Einsatzkräften. Auch der Rettungsdienst sei mit einem Großaufgebot im Einsatz gewesen.

Kurzzeitig hätten aus Sicherheitsgründen alle Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlassen. «Alle Gebäude mussten geräumt werden.» Zur Mittagszeit konnten jedoch rund 80 Prozent der Angestellten ihre Arbeit bereits wieder aufnehmen. «Der betroffene Teilbereich ist noch für die Ermittlungen abgesperrt», sagte der Schaeffler-Sprecher am Nachmittag.

Der Brand konnte nach kurzer Zeit gelöscht werden. Eine Gefahr für die Bevölkerung durch ausgetretene Giftgase oder Ähnliches habe es zu keiner Zeit gegeben, hieß es. Während die Krankenwagen und die Feuerwehr mit ihren Einsatzwagen das Werk in Eltmann wieder verließen, kamen bereits Mitarbeiter der nächsten Schicht an dem Werk an. Zudem hatten vor Schichtwechsel mehrere Angehörige vor dem Werk auf ihre Familienmitglieder gewartet – in der Hoffnung, dass sie unverletzt geblieben sind.

In dem Werk werden Schaeffler zufolge Wälzlager der Marke FAG hergestellt. Am Ort arbeiten rund 480 Mitarbeiter im Drei-Schicht-System. Wie es zu dem Betriebsunfall kam, war zunächst unklar. Brandermittler suchen nun nach der Ursache. Das Landeskriminalamt, die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei ermitteln.

Die Höhe des Schadens sei noch unklar, sagte der Polizeisprecher weiter. Bei den vier Schwerverletzten sei Lebensgefahr nicht auszuschließen. Der Schaeffler-Sprecher sprach von schweren Brandverletzungen und Verätzungen.