Fall Ofelija: Regierung weist Kritik zurück

Im Fall der vor rund vier Wochen abgeschobenen Ofelija meldet sich die Regierung von Oberfranken jetzt zu Wort. Sie weist die Kritik des Flüchtlingsrats und des Kulmbacher Aktionsbündnisses zurück. Die Abschiebung der 14-Jährigen und ihrer Mutter nach Aserbaidschan sei rechtmäßig gewesen. Die Regierung habe mit der Abschiebung nur ihre Pflicht erfüllt, die ihr der Gesetzgeber auferlegt hätte. Den häufig kritisierten Zeitpunkt der Abschiebung um drei Uhr morgens erklärt die Regierung mit der Abflugzeit um 9 Uhr von München aus. In dem Schreiben heißt es außerdem, dass die Abschiebung völlig ruhig verlaufen sei und die Familie wohl mit der Abschiebung gerechnet habe – für die Mutter stand schon eine fertig gepackte Reisetasche bereit. Ofelijas Bruder und Vater sind noch in Deutschland. Hier stellt die Regierung richtig: Entgegen einiger Behauptungen hat der Vater ein Sorgerecht für seinen Sohn. Der Vater hat mittlerweile die freiwillige Ausreise für sich und seinen Sohn beantragt.