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Fast so viele Hühner wie Menschen in Bayern

Fürth (dpa/lby) – Im Freistaat gibt es fast so viele Hühner wie Menschen. Anfang 2016 hielten Bayerns Bauern knapp 11,3 Millionen Stück, ein Plus von zwei Prozent im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung 2013. Das hat das Statistische Landesamt in Fürth in einer am Montag veröffentlichten Untersuchung ermittelt. Zum Vergleich die menschliche Bevölkerung Bayerns: Ende 2015 lebten 12,8 Millionen Einwohner im Freistaat.

Die Zahl der Rinder und Schweine hingegen geht seit Jahrzehnten kontinuierlich zurück. Am Stichtag 1. März 2016 zählte die Behörde noch knapp 3,2 Millionen Rinder und 3,6 Millionen Schweine, jeweils ein Minus von mehr als zwei Prozent.

Die Zahlen spiegeln sowohl den Strukturwandel in der bayerischen Landwirtschaft als auch die Entwicklung der Agrarmärkte wider: Anfang der 1980er Jahre wurden noch knapp fünf Millionen Rinder und über vier Millionen Schweine in Bayern gehalten. Von 2013 bis 2016 sanken zudem weltweit die Erzeugerpreise für Milch und Schweinefleisch.

Und noch weit schneller als die Viehzahlen schrumpft die Zahl der bayerischen Bauern: So hatten nach den Daten des Landesamts Anfang der 1950er Jahre noch mehr als 400 000 bayerische Landwirte Rinder im Stall. Das waren fast zehnmal so viele wie im März 2016, als nur noch 44 000 Höfe Rinder hielten. Insgesamt zählten die staatlichen Statistiker zum Stichtag noch 63 600 Viehhalter in Bayern.