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Flugunglück bei Karlsruhe: Auswertung von Hinweisen beginnt

Oberhausen-Rheinhausen/Braunschweig (dpa/lsw) – Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) werden in den kommenden Tagen die Speichermedien auswerten, die in dem bei Karlsruhe abgestürzten Hubschrauber gefunden worden waren. Im Labor wolle man darauf nach GPS-Daten oder Hinweisen auf die Flughöhe suchen, sagte ein BFU-Sprecher am Freitag. Was noch brauchbar sei, müsse abgewartet werden. Der Hubschrauber war nach dem Zusammenstoß in der Luft mit einem Sportflugzeug am vergangenen Dienstag ausgebrannt; die vier Insassen der Maschinen starben.

Am Donnerstag waren die Ermittlungen abgeschlossen und die Unfallstelle war freigegeben worden. Die Unglücksursache ist unklar; Blackboxen waren in den Maschinen nicht vorhanden. Die Leichen der Opfer, zwei Hubschrauber-Piloten aus Bayern sowie ein Fluglehrer und sein Flugschüler aus der Schweiz, müssen nach Angaben der Polizei noch obduziert werden.

Der Airbus-Hubschrauber (EC 135 H) war für einen Trainingsflug vom Baden-Airpark gestartet. Das viersitzige Kleinflugzeug vom Typ Piper (PA28) war auf dem Weg von Basel nach Speyer. In sechs bis acht Wochen will die BFU einen Zwischenstand vorlegen.