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Förderverein will Markgrafenkirchen bekannt machen

Bayreuth (dpa/lby) – Zur Zeit des Markgrafentums Bayreuth-Brandenburg sind im heutigen Ober- und Mittelfranken zahlreiche Kirchen gebaut oder umgebaut worden. Sie verbindet die künstlerische und architektonische Handschrift der Regenten zwischen dem 17. und dem frühen 19. Jahrhundert – der Markgrafenstil. Ein Förderverein will diese Markgrafenkirchen nun touristisch erschließen. Es gibt einen handlichen Kirchenführer zum Thema und es soll ein Buch entstehen. Zudem sind schon mehrere Dutzend Gästeführer ausgebildet worden, die sich auf die Markgrafenkirchen spezialisiert haben.

«Wir haben hier ein Kulturgut europäischen Ranges», sagt der frühere Dekan Hans Peetz, der seit 1. März die neu geschaffene Stelle des Markgrafenkirchen-Beauftragten im Kirchenkreis Bayreuth inne hat. Ziel sei es, die Kirchen zu inventarisieren, kunstgeschichtlich und architektonisch zu erfassen sowie für Besucher zu öffnen.

Initiatorin ist die Kulturwissenschaftlerin Karla Fohrbeck. Sie erforschte seit längerem die Markgrafenkirchen und gewann Bayreuths Regionalbischöfin Dorothea Greiner für das Projekt. In dem Verein tun sie sich mit den Regierungspräsidenten von Ober- und Mittelfranken, Wilhelm Wenning und Heidrun Piwernetz, sowie mit den Pfarrern der betreffenden Kirchengemeinden zusammen.