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Tote im Wald: Sohn und dessen Freund unter Verdacht

Schnaitsee (dpa/lby) – Nach dem gewaltsamen Tod einer 53-Jährigen aus dem Landkreis Traunstein ist ein zweiter Tatverdächtiger festgenommen worden. Der 19-Jährige sei mit dem ein Jahr älteren Sohn der Frau befreundet, der als hauptverdächtig gilt, teilte die Polizei am Freitag mit. Der Sohn hatte die Tat bereits in seiner ersten Vernehmung eingeräumt. Gegen ihn wurde am Freitag Haftbefehl erlassen. Im Laufe der Ermittlungen hätten sich dann Hinweise auf die Beteiligung eines weiteren Mannes ergeben, erläuterte die Polizei. Auch gegen den 19-Jährigen erging Haftbefehl, dieser wurde aber unter Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Über das mögliche Motiv der Tat wurde bisher nichts bekannt. Es bedürfe noch umfangereicher Ermittlungen, bis über den genauen Tatablauf und das Motiv Aussagen gemacht werden könnten, hieß es. Die Untersuchungen der Spuren durch die «Ermittlungsgruppe Schonung» könnten sich noch Wochen hinziehen. Klar scheint im Moment nur, dass die Frau bereits im September in ihrer Wohnung getötet worden ist. Sie war seitdem vermisst worden.

Kinder hatten die Leiche am Mittwochnachmittag beim Spielen im Wald in der Nähe der oberbayerischen Gemeinde Schnaitsee entdeckt. Experten der Spurensicherung stellten am Fundort Indizien fest, die auf ein Gewaltdelikt und eine gewaltsame Tötung hinwiesen. Die Spurensicherung war am Freitag weitgehend abgeschlossen. Die Frau stammte aus dem etwa 20 Kilometer entfernten Altenmarkt an der Alz im Landkreis Traunstein.

Am Fundort im Wald wurden akribisch Spuren gesichert. Neben den Spezialkräften am Boden waren Polizei-Drohnen im Einsatz, um das Gelände detailgetreu von oben abzulichten. Mittels 3D-Fotografie wurde zudem der Fundort für eine spätere digitale Rekonstruktion dokumentiert.