Friedliches Silvester in Oberfranken: Trotzdem 260 Einsätze für die Polizei

 

Der Jahreswechsel in Oberfranken war dieses Jahr alles in allem friedlich und ohne größere Zwischenfälle. Das heißt aber nicht, dass die Polizei nicht alle Hände voll zu tun hatte. In der Silvesternacht gab es in Bayreuth, Coburg und auch in Helmbrechts brennende Müllcontainer, in ganz Oberfranken etliche Schlägereien und auch betrunkene Autofahrer. Bei Bamberg hat ein Altkleidercontainer gebrannt und sogar eine Hecke, bei Bad Staffelstein ein Baum an der Kreuzkapelle. Allein die Hofer Polizei verzeichnet in der Silvesternacht 33 Einsätze wegen Bränden.

Unter den zahlreichen Schlägereien sticht eine junge Frau hervor, die in Bamberg die Wohnung ihrer eigenen Schwester zerlegt hat und in die Arrestzelle gebracht werden musste. Außerdem eine junge Frau in Arzberg, der ihr Freund in der Silvesternacht eröffnet hat, dass er sie verlässt. Die Polizei musste einschreiten und dem Arzberger aus der Wohnung der jungen Dame helfen.

Tragisch war der Brand eines Fondues in Thierstein in der Silvesternacht. Das Fett war zu heiß geworden und es explodierte. Zwei Gäste wurden leicht vereltzt

In Sachen Böller irgendwo reinwerfen gibt’s fast nichts, was es an Silvestern nicht gibt. In Wunsiedel hat ein 19-Jähriger einen Silvesterkracher in ein Dixi-Klo geworfen. So eine Sauerei – und 500 Euro Sachschaden, die der junge Mann nun begleichen darf.Dazu gibt’s eine saftige Anzeig, weil der Böller, den er verwendet hat, kein Prüfzeichen hatte und damit unter das Sprengstoffgesetz fällt.

Alles in allem aber so die Bilanz der Polizei, ist das normales Silvestergeschehen gewesen, eher friedlich sogar, es gab keine größeren Zwischenfälle. 260 Einsätze zählte die Polizei quer durch die Region insgesamt. Dabei gab’s 50 Streitigkeiten, 34 Anzeigen wegen Körperverletzung und zahlreiche betrunkene Randalierer.

Bei einem Beziehungsstreit am Neujahrsmorgen gingen zwei Frauen im Alter von 18 und 28 Jahren und ein 18-Jähriger in einer Wohnung in Hof aufeinander los, dabei war auch ein Messer im Spiel. Alle drei wurden teils schwer verletzt – hier ermittelt die Polizei sogar wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.

26 Ruhestörungen wurden gemeldet und 30 Sachbeschädigungen angezeigt, bei denen ein Gesamtschaden von knapp 20.000 Euro entstand. Außerdem kümmerten sich die Beamten um 17 Personen, die sich wegen enormen Alkoholkonsums in hilfloser Lage befanden.

Daneben beschäftigten Polizei und Feuerwehr oberfrankenweit rund 40 vorwiegend kleinere Brände von Müllbehältern und Containern und zwölf Verkehrsunfälle, glücklicherweise ohne Verletzte.