Geschäfte mit der Türkei: IHK sieht oberfränkische Unternehmen aktuell verunsichert

Nach der Festnahme zweier deutscher Journalisten im türkischen Antalya fordern immer mehr Politiker eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Von der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken gibt es Tipps für Mitarbeiter hiesiger Firmen, im Umgang mit türkischen Geschäftspartnern.

Nach den Worten von Wolfram Brehm aus Kulmbach, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer, laufen in vielen Bereichen die Geschäftskontakte aber normal weiter. Trotzdem rät er Mitarbeitern hiesiger Firmen, bei notwendigen Reisen in die Türkei vor Ort engen Kontakt zur deutschen Botschaft oder dem deutschen Konsulat zu halten und die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes zu beachten. Wenn möglich, so heißt es weiter, empfehle es sich derzeit, Besprechungen mit türkischen Geschäftspartner vorerst in Deutschland abzuhalten.

Immerhin, Bayern exportiert Waren um Wert von 1,12 Milliarden Euro in die Türkei, meist Textil- und Verpackungsmaschinen. Mit der neuen Unsicherheit dürfte auch der Export aus Oberfranken laut IHK um rund 21 Prozent eingebrochen sein.