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Große Lawinengefahr in den Alpen: Mehrere Straßen gesperrt

Garmisch-Partenkirchen (dpa/lby) – In den bayerischen Alpen herrscht vielerorts weiter große Lawinengefahr. In den Allgäuer, Ammergauer, Werdenfelser und teils auch in den Berchtesgadener Alpen galt am Dienstag erneut die Warnstufe vier von fünf, wie der Lawinenwarndienst Bayern mitteilte. Für den übrigen bayerischen Alpenraum wurde die Warnstufe auf drei zurückgenommen, das bedeutet aber immer noch erhebliche Gefahr.

Mit der Selbstauslösung von Lawinen sei aus triebschneebeladenen Steilhängen zu rechnen, hieß es. Unterhalb von 1600 Metern komme es zur Selbstauslösung von nassen Schneebrett- und Lockerschneelawinen. Eine ganze Reihe Straßen waren auch am Dienstag wegen Lawinengefahr gesperrt.

Vor allem an der Grenze zu Österreich bedrohten Schneemassen mehrere Straßen. In Mittenwald war weiter die Bundesstraße 2 sowie eine kleinere Straße nach Scharnitz in Österreich gesperrt. Autofahrer müssten weite Umwege in Kauf nehmen, sagte ein Sprecher des Verkehrslagedienstes im Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim. Auch die Bundesstraße 307 bei Kreuth, weitere Straßen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sowie rund um den Sylvensteinspeicher waren nicht befahrbar, obwohl teilweise Lawinen gesprengt wurden. «Aktuell wissen wir bei keiner dieser Straßen, wann sie wieder geöffnet werden können», sagte der Sprecher. «Wenn man Richtung Süden will, ist die Inntal-Autobahn derzeit die beste Wahl.»

Am Wochenende waren bei drei Lawinenabgängen allein in Oberbayern am Sonntag mehrere Skifahrer verletzt worden, einer von ihnen starb später im Krankenhaus. Am Montag waren bei heftigem Wind und Schneefall mancherorts Lifte geschlossen geblieben, das Skigebiet an der Zugspitze machte einen Tag Pause.