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Grünes Licht für von Schließung bedrohtes Eisenbahnmuseum

Augsburg (dpa/lby) – Das von der Schließung bedrohte Augsburger Eisenbahnmuseum kann auf einen Fortbestand hoffen. Die Regierung von Oberbayern hat nun die Umnutzung des Areals mit zwei großen Betriebshallen zu einem Museum genehmigt. Dadurch seien auch ein Gastronomiebetrieb sowie weitere Veranstaltungen mit Bezug zu dem Museum möglich, teilte die Behörde am Dienstag in München mit. Die Regierung von Oberbayern ist als südbayerische Landeseisenbahnaufsicht auch für Schwaben zuständig.

Das komplexe Genehmigungsverfahren hatte den Bahnpark Augsburg fast in die Pleite geführt. Wegen der noch offenen Genehmigung konnten in dem Industriedenkmal heuer nur wenige Veranstaltungen angeboten werden. Die Stadt Augsburg griff den Bahnpark-Verantwortlichen deswegen finanziell unter die Arme, sonst hätte die gemeinnützige Gesellschaft möglicherweise Insolvenz anmelden müssen.

Schon seit einigen Jahren gab es immer wieder Besucherangebote insbesondere in dem mehr als 100 Jahre alten Ringlockschuppen. «Die beabsichtigte Nutzungsänderung hin zu einem Eisenbahnmuseum erhält nun durch den Planfeststellungsbeschluss den notwendigen rechtlichen Rahmen», teilte die Regierungsbehörde mit. Allerdings sei die «eisenbahnfremde Nutzung der Gebäude» für Konzerte, Theater oder Geburtstagsfeiern auch weiterhin nicht generell zulässig. Dafür müssten bei der Stadt Einzelgenehmigungen beantragt werden.

Das Grundproblem des Museums ist, dass es sich innerhalb eines noch bestehenden Bahnbetriebsgeländes befindet. Dadurch wurde ein aufwendiges Verfahren nötig. Der Augsburger Bahnpark zählt nach Einschätzung von Experten zu den bedeutendsten musealen Bahnanlagen in Deutschland. Der nördliche Ringlokschuppen der ehemaligen Königlichen Bayerischen Staatseisenbahnen sei «eines der wenigen, im bauzeitlichen Zustand erhaltenen Gebäude seiner Art», betont die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.