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Handyverbot an Schulen: Ministerium reagiert auf Kritik

München (dpa/lby) – Das Bayerische Kultusministerium hat auf die Kritik des Elternverbands am Handyverbot an Schulen reagiert. «Wir werden dieses Themenfeld mit allen Beteiligten diskutieren», sagte Bildungsminister Ludwig Spaenle (CSU) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. «Das werden wir – wahrscheinlich im neuen Jahr – mit einem klassischen runden Tisch tun.» An bayerischen Schulen gebe es ohnehin «kein Handyverbot, sondern ein Handy-Gebot», sagte Spaenle. Handys dürften im Unterricht im pädagogischen Zusammenhang schon immer eingesetzt werden. Gleichzeitig seien Schulen geschützte Räume, in denen Kinder den reflektierten Umgang mit Handys lernen sollten, so der Minister.

Das bayerische Erziehungs- und Unterrichtsgesetz legt fest, dass Handys, die nicht zu Unterrichtszwecken verwendet werden, im Schulgebäude und auf dem Schulgelände auszuschalten sind. Der Bayerische Elternverband hatte eine Lockerung dieser Regel gefordert. Die Diskussion war angestoßen worden, nachdem die neue Schulleiterin eines Gymnasiums in Unterfranken dort ein Handyverbot eingeführt hatte.