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Heilbäder-Verband: Milliarden-Einsparungen durch Prävention

Weißenstadt (dpa/lby) – Die bayerischen Heilbäderbetreiber werben für eine Neuausrichtung des Gesundheitssystems. Auf dem 71. Bayerischen Heilbädertag am Montag in Weißenstadt (Landkreis Wunsiedel) machten sie sich für mehr Prävention im Gesundheitswesen stark. Der Bund müsse hierbei bei den Kassen mehr Leistungen einfordern, sagte der Vorsitzende des Bayerischen Heilbäder-Verbandes, Klaus Holetschek, laut Mitteilung. Arbeitgeber müssten zudem steuerliche Anreize bekommen, um ein betriebliches Gesundheitsmanagement zu schaffen.

Nach Einschätzung des Verbandes könnte durch mehr Kassenleistungen zur Vorbeugung von Erkrankungen im Gesundheitswesen viel Geld gespart werden. Ein Experte der HSH Nordbank rechnete den Tagungsteilnehmern vor, dass ein stärkerer Fokus auf Prävention die Ausgaben im deutschen Gesundheitssystem um bis zu zehn Milliarden Euro senken könnte. 2015 hatten die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland Gesundheitsausgaben von 202 Milliarden Euro.

Nach Worten von Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer (CSU) verzeichneten die bayerischen Kurorte und Heilbäder ein Gästeplus: 2016 gab es demnach 5,4 Millionen Gästeankünfte – das sind 6,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dazu kämen 43 Millionen Tagesgäste. Im Heilbäder-Verband haben sich nach eigenen Angaben mehr als 70 Heilbäder, Kurorte und Kurbetriebe organisiert.