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Neuer Hochwasserschutz für Bad Aibling: 250 Maßnahmen

Bad Aibling (dpa/lby) – Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) hat am Donnerstag in Bad Aibling (Landkreis Rosenheim) neue Anlagen zum Hochwasserschutz eröffnet. Für 14 Millionen Euro wurden Schutzmauern errichtet, Deiche erhöht sowie Teile der Mangfall renaturiert. «Hier ist es gelungen, Ökologie und effektiven Hochwasserschutz in Einklang zu bringen», sagte Scharf. «Damit gehen Naturschutz und Sicherheit für die Menschen Hand in Hand.» Durch das Projekt reduziere sich das Hochwasserrisiko für 1500 Menschen und 50 Hektar Siedlungsraum.

«Hochwasserschutz hat in allen Regionen Bayerns Priorität. Damit begegnen wir auch möglichen Auswirkungen des Klimawandels», sagte Scharf. «Jede erfolgreich abgeschlossene Hochwasserschutzmaßnahme ist daher ein Stück Zukunftsverantwortung.»

Derzeit laufen in Bayern laut Umweltministerium rund 250 Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser: vom kleinen Rückhaltebecken bis zum Großprojekt Hochwasserschutz entlang der Donau. Nach dem Junihochwasser 2013 hatte die Staatsregierung beschlossen, den Hochwasserschutz zu intensivieren und noch schneller zu verbessern. Damals war die Innenstadt von Bad Aibling knapp einer Katastrophe entgangen. Das Hochwasserschutzprogramm 2020plus hat laut Ministerium insgesamt ein Volumen von rund 3,4 Milliarden Euro.

Zuvor hatte Umweltministerin Scharf in Bad Aibling die 5. Bayerische Auen-Konferenz eröffnet. In Flussauen leben Tiere und Pflanzen, die es sonst kaum mehr gibt. Zudem hätten Auen als natürliche Überschwemmungsgebiete große Bedeutung für den Hochwasserschutz, sagte die Ministerin.