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Huber: Jamaika-Aus schwierig für Land, Wirtschaft und Union

München (dpa) – Das Ende der Jamaika-Sondierungen ist aus Sicht des früheren CSU-Vorsitzenden Erwin Huber schwierig für das Land insgesamt, für die Wirtschaft und auch für die beiden Unionsparteien CDU und CSU. Die Folgen des Scheiterns seien «schlecht für Deutschland, das damit nicht mehr Stabilitätsanker in Europa ist», sagte Huber der Deutschen Presse-Agentur in München. Die Situation sei «schlecht für die Wirtschaft, weil Investoren verunsichert sind». Und das Jamaika-Aus sei «schwierig für die Unionsparteien, weil ihr Regierungsanspruch zunächst gescheitert ist», klagte Huber.

Huber kritisierte in dem Zusammenhang erneut die Wahlkampfführung der Unionsparteien nach dem Zerwürfnis wegen der Flüchtlingspolitik. «Die Einigkeit zwischen CDU und CSU hätte viel früher kommen müssen», argumentierte er und kündigte an: «Darüber wird zu reden sein.»

Vor allem CSU-Chef Horst Seehofer hatte den Streit über die Flüchtlingspolitik immer wieder neu befeuert. Erst Anfang des Jahres hatte er den demonstrativen Schulterschluss mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gesucht.