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Huml: Karlsruher Mediziner-Urteil hilft gegen Ärztemangel

München (dpa/lby) – Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml rechnet nach dem Urteil zu den teils verfassungswidrigen Beschränkungen für das Medizinstudium mit positiven Effekten für die Ärzteversorgung. «Das Bundesverfassungsgericht hat heute den Weg dafür frei gemacht, dass wir zukünftig mehr Ärzte für die medizinische Versorgung der Patienten gewinnen können», sagte die stellvertretende CSU-Vorsitzende am Dienstag in München.

Mit dem Urteil wird laut Huml bestätigt, dass bei der Vergabe von Studienplätzen auch Anforderungen an ärztliche Tätigkeiten berücksichtigt werden müssten. «Denn klar ist: Nicht jeder Einser-Abiturient ist zwingend auch in der Patientenversorgung ein guter Arzt.» Damit hätten die Karlsruher Richter die Weichen für eine Neuregelung der Vergabe von Medizinstudienplätzen gestellt.

Am Vormittag hatte das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass das Verfahren zur Vergabe von Studienplätzen im Fach Humanmedizin zum Teil nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist (Az. 1 BvL 3/14 und 4/14). Die Regelung muss nun bis zum 31.12.2019 geändert werden.