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Immer mehr Asylverfahren an Verwaltungsgerichten

Eichstätt (dpa/lby) – Die bayerischen Verwaltungsgerichte müssen sich mit immer mehr Asylverfahren beschäftigen. Während 2015 noch 11 000 neue Verfahren eingingen, waren es im Jahr 2016 bereits 23 000. Die Zahl stieg im ersten Halbjahr 2017 erneut rasant an – und lag Ende Juni nach vorläufigen Daten schon bei rund 37 400, wie eine Sprecherin des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) mitteilte. Die daraus resultierende Arbeitsbelastungen an den sechs Verwaltungsgerichten in Ansbach, Augsburg, Bayreuth, München, Regensburg und Würzburg stand im Mittelpunkt eines Treffens der Gerichtspräsidenten am Mittwoch in Eichstätt.

Außerdem sprachen die Juristen über den elektronischen Rechtsverkehr, der mittlerweile an allen Verwaltungsgerichten der ersten Instanz sowie beim VGH eingeführt worden ist. Dabei können etwa mit Hilfe einer elektronischen Signatur rechtsverbindliche elektronische Dokumente und Akten an die Gerichte übermittelt werden. Um Vertraulichkeit zu gewährleisten und Manipulationen auszuschließen, ist das Verfahren allerdings recht aufwendig. «Daher wird bislang von diesem Übermittlungsweg noch nicht im großen Umfang Gebrauch gemacht. Es ist aber zu erwarten, dass diese Möglichkeit künftig in zunehmendem Maß wahrgenommen werden wird», erläuterte eine Sprecherin des VGH.