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Immer weniger Jugendliche engagieren sich in Vereinen

München (dpa/lby) – Zahlreichen Vereinen in Bayern geht Stück für Stück der Nachwuchs aus. «Derzeit haben wir 46 170 musizierende Jugendliche unter 18 Jahren in unseren Blaskapellen. Vor 10 Jahren waren es aber schon einmal 51 000», sagt etwa der Geschäftsführer des Bayerischen Blasmusikerverbands, Andreas Horber. 

Die Jugendfeuerwehren in Bayern haben nach Angaben des Landesfeuerwehr-Verbands (LFV) zwischen 2007 (gut 52 200) und 2017 (knapp 49 000) mehr als 3000 Mitglieder verloren. «Die Freiwilligen Feuerwehren haben leider im ländlichen Bereich immer mehr Nachwuchssorgen», schildert eine Sprecherin des LFV.

Neben der geringeren Zahl an Jugendlichen im Freistaat halten die Verbände lange Schulzeiten, viele Hausaufgaben und Nachhilfe sowie vielfältige Konkurrenzangebote für die Gründe des Mitgliederschwunds. «Bemerkenswert ist aber auch, dass ähnliche Gründe bereits in vielen Protokollen von Mitgliederversammlungen vor 10 und 20 Jahren genannt sind», sagt Blasmusikverbands-Chef Horber. Bei der Nachwuchsarbeit konzentrieren sich die Vereine daher zunehmend auf Kindergartenkinder, um diese langfristig zu binden.