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Zwölf Jahre Haft für Bluttat an junger Mutter aus Freyung

Passau (dpa/lby) – Für den tödlichen Messerangriff auf seine frühere Freundin hat das Landgericht Passau den 23 Jahre alten Täter zu zwölf Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt. Der Vorsitzende Richter Wolfgang Hainzlmayr folgte damit der Forderung der Verteidiger. Die Staatsanwaltschaft hatte auf eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes oder wegen Totschlags in einem besonders schweren Fall plädiert. Nach Einschätzung des Schwurgerichtes handelte es sich um eine «klassische Beziehungstat». Das einstige Paar aus dem niederbayerischen Freyung soll sich vor der Gewalttat unter anderem um den gemeinsamen Sohn gestritten haben.

Der 23 Jahre alte Angeklagte hatte gegen Ende des Prozesses gestanden, seine frühere Freundin erstochen zu haben. Der Fall hatte vergangenes Jahr bundesweit Schlagzeilen gemacht. Der junge Mann war nach der Tat mit dem Kind nach Spanien geflohen, hatte vom Handy des Opfers aus Nachrichten an Angehörige geschickt und sich ein Tattoo unter anderem mit dem Namen und dem Geburts- und Todesdatum seiner damaligen Freundin stechen lassen. Die Leiche hatte er in einer Nische hinter dem Kachelofen versteckt, wo sie die Mutter der 20-Jährigen zwei Wochen nach deren Verschwinden entdeckte.