© Alexander Heinl

Staatsregierung: Verkehrspakt für Großraum München

München (dpa/lby) – Die bayerische Staatsregierung will die angespannte Verkehrssituation in der Landeshauptstadt mit einem «Verkehrspakt Großraum München» in den Griff bekommen. «Es besteht Handlungsdruck, denn die Metropolregion München gehört zu den am dynamischsten wachsenden Regionen Deutschlands», sagte der bayerische Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München.

Neben Straßenbaumaßnahmen gab Herrmann als Ziel aus, den Öffentlichen Personennahverkehr zu stärken und Radschnellwege zu bauen. Dabei setzt er auf die Unterstützung und die gemeinsame Zusammenarbeit mit dem Bund, den Kommunen und allen Verkehrsträgern. «Es hat keinen Sinn, Verantwortungen hin und her zu schieben», sagte Herrmann. «Wir haben einen hohen Zeitdruck, wir müssen die Dinge schnell voranbringen.» Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) werde im Herbst zu ersten Gesprächen einladen. Ein genauer finanzieller Rahmen für den Verkehrspakt wurde noch nicht besprochen.

Im Kabinett beschlossen wurde dagegen die Verteilung der staatlichen Mittel für den Öffentlichen Personennahverkehr. Demnach gehen in diesem Jahr 32,7 der insgesamt rund 52 Millionen Euro in den ländlichen Raum. Rund 16,8 Millionen Euro kommen den großen Ballungsräumen München, Regensburg, Würzburg, Augsburg und der Städteachse Nürnberg-Fürth-Erlangen zugute.