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Kardinal Marx besucht Partnerland Ecuador

München (dpa/lby) – Der Münchner Erzbischof und Kardinal Reinhard Marx besucht Ecuador, mit dessen katholischer Kirche das Erzbistum eine jahrzehntelange Partnerschaft pflegt. Bei der an diesem Freitag (1. September) beginnenden einwöchigen Visite stehen die Ausbeutung der Bodenschätze in Lateinamerika und ihre Auswirkungen auf die Bevölkerung im Mittelpunkt, wie das Erzbischöfliche Ordinariat am Dienstag mitteilte. Marx werde eine Goldmine besuchen und mehrere Vorträge zur päpstlichen Sozialenzyklika «Laudato Si’» halten.

Neben der Hauptstadt Quito wird er in die Stadt Portoviejo kommen, die durch das schwere Erdbeben vom April 2016 stark beschädigt wurde und deren Kathedrale mit finanzieller Unterstützung des Erzbistums wieder aufgebaut wird. Marx – er ist auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz – besuche zudem die Marienwallfahrtsorte El Quinche nahe Quito und El Cisne im Süden des Landes, hieß es weiter.

Die Partnerschaft zwischen der bayerischen Diözese und der Kirche Ecuadors besteht seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil in den 1960er Jahren. Mit jährlich rund zwei Millionen Euro unterstützt das Bistum die Arbeit der Kirche in Ecuador, wie etwa den Bau von Schulen, Sanitätsstationen, Gemeindezentren oder Senioreneinrichtungen.