Kein Ärztefehler: Tod einer 17-jährigen Wallenfelserin war medizinische Ungewöhnlichkeit

Die Ermittlungen zu vermeintlichen Behandlungsfehlern, die zum Tod eines 17-jährigen Mädchens aus Wallenfels im Landkreis Kronach geführt haben sollen, sind eingestellt. Die Staatsanwaltschaft Coburg sieht keinen Verdacht gegen vier Ärzte, die die Jugendliche in den Tagen vor ihrem Tod im Februar letztes Jahr aufgesucht hatte.

Gegen drei Ärzte sind die Ermittlungen gegen Geldauflagen eingestellt worden, das hat der Coburger Oberstaatsanwalt Martin Dippolt der Neuen Presse gesagt. Gegen einen Arzt wird wegen Geringfügigkeit nicht mehr ermittelt.

Eventuelle Schadensersatzansprüche müssten die Angehörigen jetzt auf zivilrechtlichem Wege klären.
Die Mediziner hatten eine so genannte Aortendissektion bei dem Mädchen nicht erkannt, eine Aufspaltung der Wandschichten der Hauptschlagader.
So etwas tritt normalerweise fast ausschließlich bei älteren Männern auf. Die Coburger Staatsanwaltschaft meint, für die vier Ärzte sei es nicht naheliegend gewesen, die Jugendliche darauf zu untersuchen.