Kein DFB-Stützpunkt mehr: Kulmbacher und Lichtenfelser Talente müssen ab Herbst nach Friesen bei Kronach

Der Deutsche Fußballbund will, dass möglichst jeder richtig talentierte Spieler in Deutschland die Chance hat, außerhalb seines Vereins gefördert zu werden. Deshalb gibt es auch in Bayern 64 so genannte DFB-Stützpunkte – und bald nicht mehr in Kulmbach. Denn ab Herbst wird der DFB-Stützpunkt Kulmbach nach Kronach verlegt, zum SV Friesen. Der ist Tabellenführer und steht vor dem Wiederaufstieg in die Landesliga.

Stützpunktkoordinator Michael Urbansky erklärt in der Bayerischen Rundschau, in Kulmbach gebe es Probleme im Verein und auf dem Sportgelände der Carl-von-Linde Realschule, zum Beispiel mit dem fehlenden Flutlicht. In Kronach verspricht man sich eine bessere Nachwuchsförderung durch die solide Infrastruktur und die starke Nachwuchsarbeit. Das bedeutet für 29 Kinder und Jugendliche aus Kulmbach und 15 aus dem Lichtenfelser Raum, dass sie künftig ins 20 Kilometer entfernte Friesen gefahren werden müssen.

Der Kulmbacher Landrat Söllner gibt aber nicht auf. Wie schon mal  – 2011 – will er sich dafür einsetzen, dass Kulmbach den DFB-Stützpunkt zurück bekommt. Der  ausgewiesene Fußballfan denkt auch laut über eine Flutlichtanlage auf dem Sportgelände der Realschule nach.