Klein aber wichtig: Millionenprojekt soll die Flußperlmuschel in Oberfranken retten

Sie ist klein und eigentlich ziemlich unscheinbar. Die Flußperlmuschel. Aber sie ist ein Zeiger dafür, wie sauber unsere Gewässer sind und früher haben die Menschen in Oberfranken in ihren Bächen vor der Haustür Muscheln geerntet für den Esstisch. Seit Jahren setzten sich Behörden und Umweltverbände für das vom Aussterben bedrohte Schalentier ein – jetzt bekommen sie Unterstützung von der Europäischen Union. Die spendiert den Großteil der 1,7 Millionen Euro, mit denen bei Regnitzlosau im Landkreis Hof die Flußperlmuschel gerettet werden soll. Dort soll eine Zuchtstation aufgebaut werden.

Vor 70 Jahren hat es Millionen Muscheln bei uns gegeben, heute sind es nur noch etwa 35.000. Auch im Nachbarland Tschechien soll der Bestand der Muschel unter menschlicher Mithilfe wieder anwachsen.