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Knorr-Bremse erleidet Rückschlag bei Haldex-Angebot

Stockholm/München (dpa) – Schwerer Rückschlag für den Münchner Bremsenhersteller Knorr-Bremse: Die schwedische Börsenaufsicht SSC hat eine Verlängerung des Übernahmeangebots an die Aktionäre des schwedischen Konkurrenten Haldex abgelehnt. Knorr-Bremse hatte die Frist wegen der andauernden Kartellprüfung der EU-Kommission bis Anfang Februar verlängern wollen. Dies sei jedoch mit den schwedischen Übernahmeregeln nicht vereinbar, so die Börsenaufsicht SSC am Donnerstag. Daher wird das Angebot zum Ende der Annahmefrist am 26. September 2017 verfallen.

Knorr-Bremse erklärte, ein Abschluss des Angebots innerhalb der laufenden Frist sei nicht möglich. «Die Entscheidung der SSC, die Angebotsfrist nicht zu verlängern, ist schwer nachzuvollziehen, da die Aktionäre ausdrücklich ihre weitere Unterstützung für unser Angebot zum Ausdruck gebracht haben», sagte Firmen-Chef Klaus Deller. Die Entscheidung werde man dennoch respektieren. Die SSC sei bereit, Knorr-Bremse die Unterbreitung eines neuen Angebots innerhalb von drei Wochen nach einer positiven Entscheidung der Kartellbehörden zu erlauben.

Knorr-Bremse will 125 schwedische Kronen je Aktie und damit umgerechnet insgesamt rund 582 Millionen Euro für die Schweden bezahlen. Die Freigabe durch die Behörden gestaltet sich jedoch schwierig, mehrfach hat Knorr-Bremse daher bereits die Angebotsfrist verlängert. Im Herbst vergangenen Jahres hatten die Münchner mit ihrem Angebot den Autozulieferer ZF Friedrichshafen ausgestochen, der rund ein Fünftel an Haldex besitzt.