Kompetenz dezentralisieren: Zeulner fordert Ärzte-Bedarfsplanung in der Hand der Bezirke

Ein neuer Vorschlag, wie die ländlichen Regionen mehr Ärzte bekommen könnten, kommt von der Kulmbach-Lichtenfelser Bundestagsabgeordneten Emmi Zeulner. Sie fordert, die Kompetenz dafür, eine Ärztequote festzulegen, sollte bei den Regionen liegen und nicht beim Bund. Das müsse im neue Koalitionsvertrag geregelt werden.

Der Bedarf könne vor Ort besser eingeschätzt werden und nicht zentral auf Bundesebene. Die Bedarfsplanung, wie sie seit 25 Jahren bestehe, habe versagt und gehe oft an den Bedürfnissen vor Ort vorbei, so die Politikerin.

Seit Jahren ist bekannt, dass die Zahl der Ärzte auf dem flachen Land rückläufig ist. Etwa im Landkreis Kulmbach werden in den nächsten fünf Jahren viele Mediziner in den Ruhestand gehen und suchen teils händeringend Nachfolger für ihre Praxen.