Kontrollen verschärft: Sparkasse Kulmbach-Kronach reagiert auf Untreue-Urteil gegen Ex-Mitarbeiter

Die Sparkasse Kulmbach-Kronach hat ihre Kontrollen und Vorkehrungen gegen Betrug innerhalb der Bank verschärft. Das haben der Chef der Revision in der Sparkasse, Helmut Beetz und Fachanwalt Carsten Grau dem Nordbayerischen Kurier bestätigt.
Grund ist die Gefängnisstrafe gegen einen ehemaligen stellvertretenden Geschäftsstellenleiter wegen Veruntreuung. Der 49-Jährige hatte über Jahre hinweg vor allem die Konten älterer und sehr vertrauensseeliger Kunden abgeräumt, ohne dass die das bemerkt haben – so hat es das Gericht festgestellt.

Innerhalb der Bank habe man alle betroffenen Kunden entschädigt und Zinsen gezahlt, heißt es aus der Sparkasse, Gleichzeitig habe man alle Abläufe auf Schwachstellen untersucht und zusätzliche innerbetriebliche Hürden eingebaut, wenn größere Geldbeträge abgebucht werden.
Der Revisor der Bank erklärte, sobald man erkannt habe, dass der Ex-Mitarbeiter vor allem ältere Kunden ausgebeutet habe, die Blanko-Unterschriften geleistet haben und jahrelang ihre Kontoauszüge nicht kontrollierten, habe man alle älteren Kunden angeschrieben und gebeten, ihre Konten zu prüfen.

Der spezielle Service der Sparkasse, älteren Kunden ihr Geld nach Hause zu bringen, soll künftig nicht nur von zwei Mitarbeitern überwacht werden, jetzt werden die Kunden auch noch zurückgerufen um die Richtigkeit des Vorgangs zu bestätigen.