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Korruptionsaffäre: Unternehmer aus U-Haft entlassen

Regensburg (dpa/lby) – In der Regensburger Korruptionsaffäre ist der vor zwei Wochen festgenommene Unternehmer aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Wie die Staatsanwaltschaft Regensburg am Dienstag bestätigte, machte der Mann umfassende Aussagen. Diese hätten den Haftgrund der Verdunkelungsgefahr soweit abgeschwächt, dass der Haftbefehl am Montagabend außer Vollzug gesetzt wurde. Der Unternehmer muss sich jedoch an Auflagen halten, zum Beispiel Kontaktverbote. Zunächst hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Dem Mann wird Bestechung des vorläufig suspendierten Oberbürgermeisters Joachim Wolbergs (SPD) in zwei Fällen und Vorteilsgewährung in einem Fall vorgeworfen. Er soll von 2012 bis Mitte 2016 knapp 130 000 Euro an einen SPD-Ortsverein gespendet haben, um positive Entscheidungen der Stadt für seine Immobilienfirma herbeizuführen.