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Kriminelle tarnen sich als Polizisten: Fünf Anklagen

Tübingen (dpa/lsw) – Fünf Männer sind wegen Betrugs angeklagt, weil sie als falsche Polizisten mehrere Menschen um Zigtausende Euro gebracht haben sollen. Ab Montag müssen sie sich am Landgericht Tübingen verantworten. Die Bande hat demnach gut 100 000 Euro in Bayern und Baden-Württemberg erbeutet. Die Tatorte liegen laut Gericht in München, Königsbrunn (Kreis Augsburg) und Schrobenhausen (Kreis Neuburg-Schrobenhausen) sowie in Stockach (Kreis Konstanz) und Mössingen (Kreis Tübingen).

Bei dem Trick ruft jemand in der Regel ältere Alleinstehende an und gibt sich als Polizeibeamter aus, wie das Gericht mitteilte. Die Angerufen werden oft über viele Stunden in ein Gespräch verwickelt. Dabei werde ihnen gesagt, ihr Vermögen sei Gefahr, sie sollten es an die Polizei übergeben. Ein Komplize kommt als Polizist getarnt vorbei und nimmt das Geld mit. 

Vier der fünf Angeklagten sollen das Geld von den Opfern in Empfang genommen haben. Drei von ihnen sitzen in Untersuchungshaft. Der fünfte Angeklagte soll bei einer Tat der Fahrer gewesen sein. Die Männer sind zwischen 23 und 33 Jahren alt. Der Anrufer, der aus der Türkei agiert haben soll, wird getrennt verfolgt. Für den Prozess sind vier Verhandlungstage vorgesehen, ein Urteil wird am 8. Januar erwartet.