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Reformationstag als Feiertag: Landessynode ohne Beschluss

Amberg (dpa/lby) – Mit dem Beschluss über den Haushalt 2018 ist am Donnerstag die Herbstversammlung der evangelischen Landessynode zu Ende gegangen. Das Kirchenparlament war zu viertägigen Beratungen in Amberg zusammengekommen. Der Haushalt umfasst laut Mitteilung 923 Millionen Euro. Damit liege er um 1,6 Prozent über dem des Vorjahres, sagte Oberkirchenrat Erich Barzen. «Die weiterhin robuste Konjunktur überlagert die Entwicklung unserer Mitgliederzahlen. Dies gibt uns Zeit, uns auf Veränderungen vorzubereiten.»

Einen Antrag, nach dem sich die Synode um die Einführung des Reformationstages als eines gesetzlichen Feiertags bemühen soll, beschlossen die Parlamentarier nicht, sagte ein Sprecher. Der Reformationstag soll in den Kirchengemeinden künftig aber besonders gefeiert werden. Einen weiteren Antrag, die Landeskirche solle künftig beim Kauf von Dienstfahrzeugen auf Autos mit Dieselantrieb verzichten, lehnte die Synode ab. Jedoch soll künftig beim Autokauf auf Klimaverträglichkeit geachtet werden.

Eines der beschlossenen Kirchengesetze befasste sich mit dem Stimmrecht der drei Jugenddelegierten, die seit 2002 der Landessynode mit beratender Stimme angehören. Künftig erhalten sie volles Stimmrecht und heißen Jugendsynodale, was ihre Gleichstellung unterstreichen soll.

Die Landessynode ist das oberste Entscheidungsorgan der evangelischen Landeskirche und wird von den etwa 13 000 bayerischen Kirchenvorstehern gewählt. Die nächste Frühjahrstagung findet im April 2018 im mittelfränkischen Schwabach statt.