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Reus glaubt an «lange Reha-Phase»: Löw hofft auf 2018

Nürnberg/Dortmund (dpa) – Fußball-Nationalspieler Marco Reus wird nach seiner Knie-Operation nicht mehr in diesem Jahr spielen. Der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund richtet sich auf eine «relativ lange Reha-Phase» ein, wie er am Samstag auf seiner Facebook-Seite schrieb. «Es ist mein großes Ziel, im neuen Jahr topfit zu sein, um in der entscheidenden Phase der kommenden Saison wieder voll eingreifen zu können.»

Bundestrainer Joachim Löw hofft ebenfalls, dass der 28-Jährige im Weltmeisterschaftsjahr 2018 sein Comeback feiern kann. «Ich wünsche ihm gute Besserung und wünsche ihm, dass er möglichst in der zweiten Halbserie der Bundesliga im neuen Jahr wieder ins Training einsteigen kann und alles positiv für ihn verläuft», sagte Löw am Samstagabend in Nürnberg nach dem 7:0 der deutschen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation gegen San Marino.

Reus hatte sich den Teilriss des hinteren Kreuzbandes im rechten Knie beim DFB-Pokalfinalsieg gegen Eintracht Frankfurt (2:1) zugezogen und war am vergangenen Mittwoch operiert worden. «Ich bin immer stark zurückgekommen, und das wird auch dieses Mal so sein», schrieb er.

Löw war von Reus vorab über die Operation am Kreuzband informiert worden. «Er hatte mir Bescheid gegeben», sagte der Bundestrainer: «Das tut mir unendlich leid, dass er so eine Leidensgeschichte hat.»

Auch wegen des langen Reus-Ausfalls hat der BVB inzwischen den Freiburger U21-Nationalspieler Maximilian Philipp verpflichtet. Philipp erhielt bei der Borussia einen Fünfjahresvertrag bis 2022.

Reus selbst will nach eigenem Bekunden alles tun, um bald wieder auf dem Fußballplatz stehen zu können. Dem Löw-Team wünschte er viel Erfolg beim Confederations Cup in Russland, der in der kommenden Woche beginnt.

Reus hatte aus Verletzungsgründen sowohl die WM 2014 in Brasilien als auch die EM 2016 in Frankreich verpasst. Für ihn war der Zwangsverzicht auf das WM-Turnier in Brasilien vor drei Jahren besonders schmerzlich. Ohne ihn war das Löw-Team Weltmeister geworden. Zwei Jahre danach hatte er wegen einer hartnäckigen Schambeinentzündung auch für die EM in Frankreich passen müssen.