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Medizintechnik: Siemens-Aufsichtsrat berät über Börsengang

München (dpa) – Der Aufsichtsrat von Siemens berät am Mittwoch über den weiteren Fahrplan für den Börsengang der Medizintechnik-Sparte. Der Elektrokonzern hatte angekündigt, die umsatzstarke und profitable Sparte bis zum Sommer 2018 aufs Parkett zu bringen, weil sie wenig Synergien mit dem industriellen Kerngeschäft hat. Welchen Anteil Siemens abgeben will und an welcher Börse die Aktien des neuen Unternehmens notiert werden sollen, ist aber noch nicht bekannt.

Weitere Themen der Aufsichtsratssitzung sind nach Angaben aus Konzernkreisen der Geschäftsbericht für das soeben abgelaufene Geschäftsjahr 2016/17 und der Stellenabbau in der Kraftwerkssparte. Siemens will weltweit 6900 Arbeitsplätze streichen, davon etwa die Hälfte in Deutschland.

Die Standorte Leipzig und Görlitz sollen ganz geschlossen werden, der Standort Offenbach steht auf der Kippe. Betriebsrat und IG Metall haben entschiedenen Widerstand angekündigt und Verhandlungen mit der Unternehmensführung über Einzelheiten bislang strikt abgelehnt.