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Mehr Baustellen in Bayern bedeuten mehr Bombenfunde

München (dpa/lby) – Nahezu wöchentlich beschäftigen inzwischen Bombenfunde auf Baustellen im Freistaat Behörden, Polizei, Anwohner und den Kampfmittelräumdienst. In Neu-Ulm lösten seit März an nur einer einzigen Baugrube drei Fliegerbomben aufwendige Evakuierungsaktionen aus. Experten zufolge zeigt die Zahl der Funde die rege Bautätigkeit in Bayern. Laut Innenministerium gibt es keine Zahlen zu den noch nicht gefundenen Bomben und Granaten aus dem Weltkrieg.

2016 und 2015 wurden mehr als 60 Tonnen Weltkriegsmunition beseitigt, 2014 waren es gut 50 Tonnen. Fast 200 Blindgänger mussten 2016 und 2014 entschärft werden, 2015 waren es etwa 140 Bomben.

«Es wird viel gebaut, gerade in Städten. ES wird nachverdichtet und Flächen, die lange brach lagen, werden zu Baustellen», sagt der Umweltschutztechniker Dieter Neumann, der in München eine Firma für Kampfmittelräumung betreibt. «Ein Ende ist noch lange nicht in Sicht.»