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Menschenrechts-Musical: Ernstes Thema, epochale Aufmachung

Cadolzburg (dpa/lby) – Nach dem Erfolg des Weltkriegs-Musicals «Mademoiselle Marie» mit 33 ausverkauften Vorstellungen wollen die Cadolzburger Burgfestspiele im kommenden Jahr erneut ein ernstes Thema als Open Air-Singstück auf die Bühne bringen: Es gehe diesmal um Menschenrechte und die Ausbeutung armer Länder, sagte der Autor der Burgfestspiele, Fritz Stiegler, der Deutschen Presse-Agentur.

Das Musical-Drama «Nisha» erzählt mit über 20 Gesangsstücken, einem 150-köpfigen Ensemble, 54 Sprechrollen und «epochaler Orchestermusik» der Nürnberger Symphoniker die Geschichte eines Mädchens, das in einem armen Land auf einer Müllhalde ein Comic-Buch findet und sich selbst das Lesen beibringt. Dadurch erfährt sie, wie wichtig Bildung ist – und dass die westlichen Länder für den Müll in ihrer Heimat verantwortlich sind. Das Schicksal führt sie mit dem todkranken Sohn einer reichen, westlichen Familie zusammen.

«Das neue Stück ist ein noch größeres Wagnis, das auch schiefgehen kann, weil es genauso wie «Mademoiselle Marie» im Musicalbereich völlig neue Wege geht», betonte Stiegler. Die Proben für «Nisha» sollen im Januar beginnen. Premiere ist am 21. Juni 2018 vor der Kulisse der mit Millionenaufwand durch den Freistaat Bayern sanierten Cadolzburg in Mittelfranken.