Minus bei Absatz und Gewinn: Kulmbacher Brauerei spürt den Druck auf dem Markt

Nicht ganz hat die Kulmbacher Brauerei im vergangenen Geschäftsjahr 2017 ihren Bierabsatz halten können. Vorstandsprecher Markus Stodden hat dem Nordbayerischen Kurier erklärt, man spüre den harten Preisdruck und Überkapazitäten auf dem deutschen Biermarkt. Auch die Brauerei bekomme den demografischen Wandel und damit sinkende Absätze in der Gastronomie zu spüren.
3,13 Millionen Hektoliter Bier hat die Brauerei vergangenes Jahr demnach verkauft, das Jahr davor waren es 3,19 Millionen Hektoliter. Trotzdem hat sich der operative Gewinn verbessert, von 10,0 Millionen Euro 2016 auf 10,5 im vergangenen Jahr. Der Gewinn der Kulmbacher Brauerei unterm Strich ist von 8,4 Millionen Euro auf 7,3 Millionen gesunken, die Investitionen gestiegen, auf 20,8 Millionen Euro. Ein Plus gibt’s auch bei der Zahl der Mitarbeiter. Aktuell beschäftigt die Kulmbacher Brauerei 902 Menschen, letztes Jahr waren es 882.

Was die Bilanz noch hergibt:
Mönchshof Bier bleibt Marktführer in Deutschland bei den Bügelflaschen, der Preisdruck ist im Osten Deutschlands besonders hoch, wo traditionell das Pils dominiert. Dort verkauft die Kulmbacher Gruppe Sternquell- und Braustolz- Biere.
Die Brauerei setzt neben den angestammten Marken weiter auf ausgesuchte Spezialitäten um neue Kunden zu gewinnen.
Beim Geld gibt’s gute Nachrichten. Die Kapitalstruktur des Konzerns habe sich verbessert, die Schulden sind reduziert worden und die Brauerei hat vergangenes einen Dividenden-Sprung hingelegt und den Anteilseignern einen Euro pro Aktie ausgezahlt – das soll laut Nordbayerischem Kurier auch das Ziel für dieses Jahr sein. Näheres gibt’s Mitte Mai bei der Hauptversammlung der Kulmbacher Brauerei.